Bürgermeister Krützen sieht RWE-Konzernumbau kritisch

Bürgermeister Klaus Krützen

Bürgermeister Klaus Krützen

Bürgermeister Krützen steht den Umbauplänen des RWE-Konzerns kritisch gegenüber. „Kommt das so, hat das ernste Folgen für die Stadt und die gesamte Region“, so Krützen. In den letzten Monaten wurde die heimische Braunkohleindustrie durch beschränkende bundes- oder landespolitische Initiativen immer wieder unter Druck gesetzt. Beispielhaft nennt er den beabsichtigten Klimaschutzbeitrag von Minister Gabriel. Damals hatte sich auch der Rat der Stadt Grevenbroich mit einer Resolution (Rat 23.04.2015) an den Bund und das Land Nordrhein-Westfalen gewandt.

Jüngst machte die Bundesumweltministerin Hendricks den Vorschlag, die Kohleverstromung in den nächsten 20 bis 25 Jahren komplett einzustellen. Hierzu unterstützt Bürgermeister Krützen ausdrücklich die Aussagen von Landtagsabgeordneten Rainer Thiel und Landrat Hans-Jürgen Petrauschke.

Der RWE-Konzern zieht nun Konsequenzen und kündigt eine Umstrukturierung an. Es soll eine neue Tochtergesellschaft für die zukunftsträchtigen Bereiche Erneuerbare Energien, Netze und Vertrieb geben. Bei der RWE AG bleiben die Stromerzeugung aus Kohle und Gas, die Atomkraftwerke und das Strom-Handelsgeschäft.

Die Folgen hieraus träfen die Standortkommunen hart. Krützen geht davon aus, dass im Bereich der Kohleverstromung nicht weiter investiert werde. Dies bedeute weiteren Stellenabbau, also Verlust von Arbeitsplätzen beim Unternehmen selbst und bei den Zulieferfirmen und mittelständischen Partnerfirmen, mit den daraus resultierenden Folgen für die Bevölkerung.

Nicht zuletzt wirke sich dies auch auf die städtischen Steuereinnahmen aus. Welche konkreten Folgen für Grevenbroich entstehen, bliebe abzuwarten und hinge von den konkreten Konzernentscheidungen ab.

Bürgermeister Krützen appelliert auch an die soziale und gesellschaftliche Verantwortung, die RWE gegenüber den Bürgerinnen und Bürger habe, die jahrzehntelangen Belastungen ausgesetzt waren und noch sind.

Der notwendige Strukturwandel im Braunkohlerevier könne nur durch Planungssicherheit und Verlässlichkeit bewältigt werden. Hierfür muss der Konzern im Dialog mit den Betroffenen sorgen.