Grußwort des Bürgermeisters zum Weihnachtsfest und zum Jahreswechsel 2017/ 2018

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

gestern bummelte man noch mit der Familie und guten Freunden über den Weihnachtsmarkt, und heute wird in den Werbebeilagen der Zeitungen schon das „ultimative“ Silvesterfeuerwerk beworben. Gerade Letzteres kann man sicher als ein untrügliches Zeichen werten, dass die Weihnachtsfeiertage und der Jahreswechsel unmittelbar bevorstehen. Spätestens jetzt sollte man sich die Zeit nehmen, innezuhalten und einen Rückblick auf das vergangene Jahr werfen, bevor wir uns den Herausforderungen des kommenden Jahres stellen müssen.

Auch in diesem Jahr hinterließen islamistische Attentäter in Europa eine blutige Spur, die sich von Stockholm über London und Barcelona bis nach Hamburg zog, abstoßend und in ihren Auswirkungen bis in die Sicherheitskonzepte für unsere Jahrmärkte und Feste spürbar.

Sicher nicht vergleichbar, aber mit der gleichen medialen Aufmerksamkeit betrachtet wurden die Tricksereien und Abgasmanipulationen der Autokonzerne, von denen sicher auch viele Grevenbroicherinnen und Grevenbroicher betroffen sind, die sich in gutem Glauben ein hochwertiges Dieselfahrzeug gekauft hatten und sich nun zu Recht betrogen fühlen. Es darf nicht sein, dass sie auf ihren Autos sitzenbleiben und nun womöglich noch von einem Fahrverbot bedroht sind.

Bundesweit stand unsere Stadt im positiven Sinne im Blick der Medien, als Anfang Mai Bundeskanzlerin Angela Merkel und Norwegens Ministerpräsidentin Erna Solberg zur Eröffnung der neuen Produktionsstraße „Automobillinie 3“ mit einem Investitionsvolumen von rund 130-Millionen-Euro in das Hydro-Werk kamen. 100 Jahre Aluminium-Produktion in Grevenbroich konnten so mit einem hochkarätigen Festakt gefeiert werden. Gut für Hydro – gut für den Industriestandort Grevenbroich.

Zukunftsträchtige Momente gab es aber schon früher im Jahr, als wir Anfang März, rund acht Monate nach der Grundsteinlegung, das Richtfest für unser neues Schloßbad feiern konnten. In der ersten Hälfte des neuen Jahres werden wir hier wohl alle unsere Runden in den neuen Becken drehen können. Dazu herzlichen Dank an die GWG Kommunal GmbH unter der Leitung von Willi Peitz und Bernd Keufgens, die hier ganze Arbeit geleistet haben. Herzlichen Dank auch an die Verantwortlichen des TV Jahn Kapellen, die durch die Aufrechterhaltung des Schwimmbadbetriebes in Neukirchen sportlich einiges auffangen konnten.

Sehr gut angenommen haben die Grevenbroicherinnen und Grevenbroicher Ende August ein ganz neues Event – mitten in der Stadt entstand auf unserem gemütlichen Marktplatz, der bei solchen Gelegenheiten ruhig ein bisschen größer sein könnte, für ein Wochenende eine Playa der besonderen Art. Wasser hatten wir leider nicht, aber jede Menge Sand, kostenlose Musik mit Top-Bands, Drinks und gute Laune. Das wollen wir gerne wiederholen. Herzlichen Dank an Marc Pesch und die vielen Sponsoren, die dies erst möglich gemacht haben.

Oft hatten wir bei unseren Festen auch die Freunde aus Peel en Maas zu Gast in Grevenbroich. Viele Freundschaften sind so entstanden, – insgesamt eine Städtepartnerschaft, die gut angelaufen ist und die wir gerne weiter ausbauen wollen.

Wir haben aber nicht nur gefeiert in Grevenbroich, sondern auch kräftig gearbeitet. Viele Projekte von Rat und Verwaltung konnten – in teilweise emotionalen, aber auch konstruktiven Gesprächen – mit den Bürgerinnen und Bürgern vorangebracht werden. Das ISEK-Programm ist eines dieser mehrjährigen Projekte, von denen wir alle profitieren werden. Der Neubau des Sportlerheims am TUS-Stadion ist schon weit vorangeschritten, während andere Maßnahmen noch in der Abstimmungsphase mit den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern sind bzw. den Ratsausschüssen zur abschließenden Beschlussfassung vorliegen.

Der Austausch mit unseren Bürgerinnen und Bürgern ist mir wichtig. Auch wenn nicht immer alles und jedes direkt umgesetzt werden kann, so erhalte ich doch immer wieder – neben sicher oftmals berechtigter Kritik – viele Anregungen und Ideen, die ich in meine tägliche Arbeit mit aufnehmen kann. So habe ich in diesem Jahr die sehr gut besuchten Stadtteilgespräche fortsetzen können. Dabei waren wir in Frimmersdorf / Neurath, Orken / Noithausen und Elsen / Elfgen / Fürth / Laach zu Gast und haben dort Rede und Antwort gestanden.

Einer besseren Kommunikation mit den Bürgerinnen und den Bürgern dienen auch der „Mängelmelder“ und unser neuer Internetauftritt. Ein herzlicher Dank an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung, die mit diesen Instrumenten arbeiten und helfen, angezeigte Mängel in unserer Stadt schnell zu beseitigen.

Wir werden unsere Stadt weiter entwickeln, ja entwickeln müssen, um dem drohenden Wohnraummangel in unserem Land und in unserer Stadt entgegenwirken zu können. Dazu werden wir neue Wohngebiete entwickeln, wie z.B. „An Mevissen“ in Wevelinghoven, aber auch an vielen anderen Stellen in unserer Stadt, damit auch junge und sozial schwache Familien die bezahlbare Chance auf ein eigenes Heim wahren können, ohne ihre Heimatstadt verlassen zu müssen.

Als Stadt müssen wir dazu jede Chance nutzen, in dem wir beispielsweise durch die permanente Fortschreibung und Entwicklung unseres Haushaltssicherungskonzeptes selber bestimmen können, wohin die Reise geht. Denn nur mit einem soliden Haushalt lassen sich gestalterische Freiräume sinnvoll nutzen. Dazu haben wir auch die „Anstalt öffentlichen Rechts“ (AöR) gegründet, die zum 01.01.2018 das operative Geschäft der vormaligen WGV GmbH zu besseren Konditionen übernehmen wird und von der ich mir als Bürgermeister viel verspreche. Zusammen mit meinem neuen Beigeordneten Florian Herpel und meiner Kämmerin Monika Stirken werden wir das „neue Kind“ schon ans Laufen bekommen, ohne dass die Bürgerinnen und Bürger eine Einschränkung des Service befürchten müssten.
Abschließend möchte ich auch noch herzliche Grüße an alle richten, die sich im Auftrag von Hilfsorganisationen oder als Angehörige der Bundeswehr fern von ihren Familien im Ausland aufhalten oder diejenigen unter uns, die an den Feiertagen arbeiten müssen. Ihnen allen wünsche ich im Namen des Rates und der Verwaltung der Stadt Grevenbroich und auch persönlich ein harmonisches Weihnachtsfest sowie einen schwungvollen Wechsel ins neue Jahr 2018. Bleiben Sie gesund.

Wir sehen uns!
Ihr Klaus Krützen
Bürgermeister