Einrichtung eines Corona-Diagnostik-Zentrum in Grevenbroich

Erklärung von Bürgermeister Klaus Krützen

„Die Ausbreitung des Corona-Virus, parallel zur jahrzeitlich üblichen Grippe- und Erkältungswelle, sorgt in der Bevölkerung für große Besorgnis. Zugleich stellt dies für die niedergelassenen Ärzte eine zusätzliche Belastung dar. Um den entgegenzuwirken, habe ich mit den Hausärzten in Grevenbroich die Einrichtung eines Corona-Diagnostik-Zentrums vereinbart.

Der Standort, die organisatorische Abwicklung und die Materialbeschaffung werden kurzfristig geklärt. Die Stadt wird an einem zentralen Standort Räumlichkeiten zur Verfügung stellen. Ich setze darauf, dass der Betrieb zeitnah aufgenommen werden kann.

Bürgerinnen und Bürger, die unter Verdacht stehen, mit dem Corona-Virus infiziert zu sein, werden dort zentralisiert die für Tests notwendigen Abstriche machen können. Die Zuweisung soll über die zentrale Hotline des Rhein-Kreis Neuss erfolgen. Diese Personen müssen dann nicht mehr die Arztpraxen aufsuchen, was dort einerseits zu einer Entlastung führt, andererseits aber auch gewährleistet, dass Patienten mit anderen Krankheitsbildern nicht in Kontakt kommen.

Gerade bei einer weiteren Zunahme der Verdachtsfälle werden wir somit über die notwendige Infrastruktur verfügen, um handlungsfähig zu bleiben. Mein Dank gilt allen beteiligten Stellen, durch deren Engagement die Einrichtung möglich wird.“

Die Stadt wird voraussichtlich am Montag weitere Details bekanntgeben.

Aktueller Sachstand (11. März 2020)

Die Stadt Grevenbroich wird wie angekündigt mit Unterstützung der niedergelassenen Ärzte und des Rhein-Kreises Neuss ein zentrales Corona-Diagnose-Zentrum einrichten. Das Zentrum wird auch die Gebiete der Stadt Jüchen und der Gemeinde Rommerskirchen abdecken.

Der Betrieb wird voraussichtlich am 19. März 2020 aufgenommen. Als Standort wurde das Auerbach-Haus auf der Stadtpark-Insel ausgewählt. Die dort geplanten Veranstaltungen werden verlegt. Die betroffenen Nutzer werden derzeit informiert. Nach derzeitigem Stand wird davon ausgegangen, dass das Zentrum für vier bis sechs Wochen betrieben werden muss.
Im Diagnose-Zentrum wird an mehreren Tagen in der Woche durch niedergelassene Ärzte ausschließlich nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung getestet. Diese erfolgt über die zentrale Hotline des Rhein-Kreises Neuss und das Gesundheitsamt. Der Beginn der Terminvergabe wird noch gesondert mitgeteilt. Bis dahin werden Bürgerinnen und Bürger, die befürchten, sich mit dem Corona-Virus infiziert zu haben, gebeten, sich an ihre Hausarztpraxis zu wenden.