Bürgermeister Klaus Krützen: Ausbau der Infrastruktur zentral!

Stellungnahme zum Abschlussbericht der „Kohlekommission“

Zum Abschlussbericht der „Kohlekommission“ erklärt Klaus Krützen, Bürgermeister von Grevenbroich:

„Mit dem durch die Kommission vorgeschlagenen Zeitplan wird es im Rheinischen Revier sehr rasch zu einschneidenden Veränderungen kommen. Das Enddatum 2038 ist nicht so früh, wie teilweise befürchtet wurde, der Zeitplan bis zum Ende der Braunkohleverstromung wird jedoch enorm gestrafft. Die Auswirkungen auf den Tagebaubetrieb, insbesondere auf Hambach, sind enorm. Die Abschaltung zusätzlicher Kraftwerksblöcke innerhalb weniger Jahre wird spürbar sein. Deshalb ist es richtig, dass das Ausstiegsdatum nicht fest ist, sondern noch Überprüfungen unterliegt. Obwohl die für die Beschäftigten vorgeschlagenen Regelungen schon ein erster, guter Schritt sind, bleibt viel Unsicherheit – gerade bei den vielen kleinen und größeren Unternehmen im Umfeld des tagebaubetreibenden Konzerns. Für die Beschäftigten dürfen keine Nachteile entstehen. Die Menschen hier vor Ort benötigen dringend Perspektiven und Verlässlichkeit! Die muss durch die nun anstehenden, auf dem Abschlussbericht beruhenden Beschlüsse gegeben werden. Der Ausstieg aus der Kohleverstromung ist für viele Menschen, deren Familien teils über Generationen davon gelebt haben, auch mit großen Emotionen verbunden. Die Leistung des Rheinischen Reviers für die gesamtdeutsche Wirtschaftsleistung, das Wirtschaftswunder und den Wohlstand in unserem Land muss weiter gewürdigt und wertgeschätzt bleiben, wie es zuletzt im Steinkohlerevier deutlich wurde. Weiterlesen

Braunkohleausstieg kommt früher als gedacht

RWE wurde vom zeitnahen Strukturwandel überrascht

Am Donnerstag, 24. Januar 2019 tagte im Sitzungssaal im Bernardushaus der Rat der Stadt Grevenbroich. Als zweiter Tagesordnungspunkt stand auf der Agenda der Vortrag von Vertretern des RWE, Dr. Eberhard Uhlig, Erik Schöddert und Wilfried Pakmor. Die drei Referenten informierten unter dem Projektnamen „FrITZ“ – Frimmersdorf Innovations- und Technologie Zentrum – über die weiteren Entwicklungsschritte des Braunkohlekraftwerkes, Standort Frimmersdorf. Mit der Braunkohleverstromung sind viele Grevenbroicher auf direktem oder indirektem Wege fest verbunden. „Wenn die „Kohle-Kommission“ versagt und es zu einem überhasteten Kohleausstieg kommt, so hat dies schwerwiegende Konsequenzen für die gesamte Region. Die Folge daraus wären schlimme Strukturbrüche sowie ein hohes Aufkommen von akuter Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit. Dies wiederum wäre eine Bedrohung für die gesamte Energiewende. Die betroffenen Arbeitnehmer im Revier brauchen Sicherheit, geregelte Rahmenbedingungen des Braunkohleausstiegs und eine zukunftsorientierte, langfristige, berufliche Perspektive“, äußert sich Bürgermeister Klaus Krützen. Zur Unterstützung des Strukturwandels wurde das Gremium „Innovationsregion Rheinisches Revier“ („IRR“), jetzt „Zukunftsregion Rheinisches Revier“ („ZRR“) gegründet. Zudem gehört die Stadt Grevenbroich dem Planungsverbund „Rheinisches Sixpack“ an. Dem Strukturwandel im Rheinischen Revier soll aktiv begegnet und die regionale Zusammenarbeit über Regierungsbezirksgrenzen hinweg gestärkt werden, um nur eines der Ziele des „Rheinischen Sixpacks“ zu nennen. Weiterlesen

Initiative übergibt Unterschriften

Die Initiative „Nein zur L361n“ hat Bürgermeister Klaus Krützen einen Ordner mit rund 2.300 Unterschriften übergeben. „Auch wenn wir in der Sache unterschiedlicher Meinung sind, finde ich es richtig, im Gespräch zu bleiben“, betonte Krützen im Rahmen des Termins. Er versprach, die Unterschriften an die zuständigen Stellen weiterzuleiten.

Der Rhein-Kreis Neuss führt derzeit im Auftrag von Straßen.NRW die Planungen für die Ortsumgehung durch, die Kapellen und Wevelinghoven vom Durchgangsverkehr entlasten soll. Der Stadtrat hatte sich im Mai 2017 im Rahmen einer Resolution für die L361n ausgesprochen. „Dazu stehen wir auch weiterhin“, betont Krützen, der sich von der derzeit laufenden Aktualisierung der Planungen mehr Klarheit verspricht.