Braunkohleausstieg kommt früher als gedacht

RWE wurde vom zeitnahen Strukturwandel überrascht

Am Donnerstag, 24. Januar 2019 tagte im Sitzungssaal im Bernardushaus der Rat der Stadt Grevenbroich. Als zweiter Tagesordnungspunkt stand auf der Agenda der Vortrag von Vertretern des RWE, Dr. Eberhard Uhlig, Erik Schöddert und Wilfried Pakmor. Die drei Referenten informierten unter dem Projektnamen „FrITZ“ – Frimmersdorf Innovations- und Technologie Zentrum – über die weiteren Entwicklungsschritte des Braunkohlekraftwerkes, Standort Frimmersdorf. Mit der Braunkohleverstromung sind viele Grevenbroicher auf direktem oder indirektem Wege fest verbunden. „Wenn die „Kohle-Kommission“ versagt und es zu einem überhasteten Kohleausstieg kommt, so hat dies schwerwiegende Konsequenzen für die gesamte Region. Die Folge daraus wären schlimme Strukturbrüche sowie ein hohes Aufkommen von akuter Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit. Dies wiederum wäre eine Bedrohung für die gesamte Energiewende. Die betroffenen Arbeitnehmer im Revier brauchen Sicherheit, geregelte Rahmenbedingungen des Braunkohleausstiegs und eine zukunftsorientierte, langfristige, berufliche Perspektive“, äußert sich Bürgermeister Klaus Krützen. Zur Unterstützung des Strukturwandels wurde das Gremium „Innovationsregion Rheinisches Revier“ („IRR“), jetzt „Zukunftsregion Rheinisches Revier“ („ZRR“) gegründet. Zudem gehört die Stadt Grevenbroich dem Planungsverbund „Rheinisches Sixpack“ an. Dem Strukturwandel im Rheinischen Revier soll aktiv begegnet und die regionale Zusammenarbeit über Regierungsbezirksgrenzen hinweg gestärkt werden, um nur eines der Ziele des „Rheinischen Sixpacks“ zu nennen. Weiterlesen

Initiative übergibt Unterschriften

Die Initiative „Nein zur L361n“ hat Bürgermeister Klaus Krützen einen Ordner mit rund 2.300 Unterschriften übergeben. „Auch wenn wir in der Sache unterschiedlicher Meinung sind, finde ich es richtig, im Gespräch zu bleiben“, betonte Krützen im Rahmen des Termins. Er versprach, die Unterschriften an die zuständigen Stellen weiterzuleiten.

Der Rhein-Kreis Neuss führt derzeit im Auftrag von Straßen.NRW die Planungen für die Ortsumgehung durch, die Kapellen und Wevelinghoven vom Durchgangsverkehr entlasten soll. Der Stadtrat hatte sich im Mai 2017 im Rahmen einer Resolution für die L361n ausgesprochen. „Dazu stehen wir auch weiterhin“, betont Krützen, der sich von der derzeit laufenden Aktualisierung der Planungen mehr Klarheit verspricht.

Engagierter Bürgereinsatz in Neukirchen

Akkurate Vorgärten, blühende, gepflegte Blumenbeete und saubere Gehwege – der Stadtteil Neukirchen zeigt sich von seiner besten Seite. Nicht zuletzt dank des engagierten Einsatzes von Anwohner Josef Berg, dem ehemalige General-Oberst der Schützen in Neukirchen. Er sorgt für Ordnung in seiner Viertel. Vor seiner eigenen Haustür kehrt der rüstige Rentner regelmäßig die Gehwege, beseitigt das Unkraut aus dem Vorgarten und bepflanzt gekonnt sein Blumenbeet. Darüber hinaus hält er auch die Gehwege in seiner direkten Umgebung in einwandfreiem Zustand. Sogar das Ortsschild wurde von ihm eigenhändig gereinigt. Soviel Engagement geht weit über die „normale“ Bürgerpflicht hinaus. Eine aufmerksame und von dem Einsatz des Mannes gerührte Mitbürgerin, informierte die Stadt über den aktiven Anwohner. Bürgermeister Klaus Krützen, selber in Neukirchen wohnhaft, ließ es sich nicht nehmen, dem benachbarten Anwohner persönlich einen Besuch abzustatten und für so viel Engagement zu danken. Josef Berg freute sich über den persönlichen Besuch und eine kleine Aufmerksamkeit, welche ihm der Bürgermeister als Dank im Namen der Stadt überreichte.