Stadt Grevenbroich verleiht Heimatpreis

Der Rat der Stadt Grevenbroich hat in seiner Sitzung am 16. Mai 2019 beschlossen, einen Heimatpreis auszuloben. Ausgezeichnet werden soll (überwiegend) ehrenamtliches, herausragendes Engagement für den Heimatstandort Grevenbroich. „Heimat“ steht hierbei für das Verbindende, also die Dinge, die die Gemeinschaft, den Ort und die Stadt zusammenhalten. Der Heimatbezug ist das maßgebliche Kriterium.

Aus den Bewerbungen hat eine Auswahlkommission, die sich aus Bürgermeister Klaus Krützen, dem Ersten Beigeordneten Michael Heesch und je einem Vertreter der Ratsfraktionen zusammensetzt, nun drei Gewinner ermittelt, auf die sich die 5.000 Euro Preisgeld aufteilen:

Der erste Preis geht an den Pfarrverein St. Martinus Wevelinghoven e. V., der zurzeit mit dem Umbau des Alten Pastorats ein großes Projekt stemmt: Das Gebäude „Altes Pastorat“ von 1653 ist das älteste Gebäude in Wevelinghoven und von kulturhistorischer Bedeutung für den Ort. Mit viel Engagement und Überzeugungskraft ist es gelungen, dass dieses Gebäude – welches nahezu dem Verfall preisgegeben war – saniert und zukünftig als zentrales Gebäudeteil im neuen Gemeindezentrum Martinus Forum integriert wird. Das „Alte Pastorat“ soll ein zentraler Heimat- und Kulturtreffpunkt mit einer identitätsprägenden Wirkung im Ort werden. Über die Geschichte des Gebäudes hat der Verein einen Film produziert, der frei im Internet einsehbar ist und für den er nun ausgezeichnet wurde.

Den zweiten Preis erhält die Dorfgemeinschaft Hülchrath, die mit zahlreichen Projekten unterschiedlichster Art in und rund um Hülchrath nicht nur in diesem Wettbewerb, sondern beispielsweise auch im Rahmen der „Unser Dorf hat Zukunft“-Wettbewerbe glänzt.

Der dritte Preis geht an die Kirmesgesellschaft Elsen-Fürth 1924 e. V., die mit einer „Kirmes to go“ eine abwechslungsreiche Alternative zum „normalen“ Kirmesgeschehen aufgelegt hat. Bestandteil war dabei beispielsweise eine Schnitzeljagd, in deren Rahmen Kinder zahlreiche Fragen zu ihren Heimatstadtteilen beantwortet haben und so viel über Elsen und Fürth lernen konnten.

Der dritte Platz erhält 1.000 Euro Preisgeld, der zweite Platz 1.500 Euro, und der erste Platz ist mit 2.500 Euro dotiert. Der Sieger nimmt zudem am Landeswettbewerb teil. Aufgrund der pandemischen Lage musste leider auf einen Empfang zur Preisverleihung verzichtet werden. Die Gewinner wurden schriftlich benachrichtigt.

Im vergangenen Jahr wurde der Preis erstmals verliehen. Ausgezeichnet wurden damals die Bürgerstiftung, die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und die „Käferallee“ in Gustorf/Gindorf.