VRR plant an der Realität vorbei

„Die Aussage des VRR, dass die Notwendigkeit einer S-Bahn über Bedburg und Grevenbroich nach Düsseldorf aus verkehrlichen und wirtschaftlichen Gründen nicht erkennbar sei, ist ein Armutszeugnis seitens des Verkehrsverbunds“, kommentiert Bürgermeister Klaus Krützen die Berichterstattung in der heutigen Ausgabe der Neuß-Grevenbroicher Zeitung.

„Vor noch nicht einmal zwei Wochen wurde der Abschlussbericht der sogenannten Strukturkommission vorgelegt. Unsere Region steht vor enormen Umbrüchen. Um diese zu bewältigen, brauchen wir deutliche Verbesserungen in der Infrastruktur. Ganz zentral ist dabei, die Schienenverbindungen in die Großstädte zu optimieren. Wer vor diesem Hintergrund behauptet, die Verbindung aus dem Revier nach Düsseldorf könne so bleiben, wie sie ist, hat entweder keine Ahnung oder handelt grob fahrlässig. Ich bin nicht nur enttäuscht, sondern entsetzt“, so Krützen weiter.

Unabhängig von der aktuellen Entwicklung in der Energiepolitik setzt sich die Stadt Grevenbroich seit vielen Jahren dafür ein, die Bahnverbindung nach Düsseldorf zu verbessern. „Die Strecke befindet sich verkehrspolitisch in der Steinzeit“, so Krützen. Für viele Grevenbroicher Bürgerinnen und Bürger wäre es eine enorme Verbesserung, wenn sie in engerer Taktung und direkt durchgebunden nach Düsseldorf pendeln könnten.

„Es gibt inzwischen zum Glück einen breiten politischen Konsens bei diesem Thema. Das ist gerade erst am Montag in einer Zusammenkunft der Kreis- und Stadtverwaltungen und der Abgeordneten aus dem Rhein-Kreis deutlich geworden. Nur der VRR mauert. Wenn die Kreispolitik den Druck nun erhöhen möchte, hat sie meine volle Unterstützung!“